RheinischeMusiksalons
im19.Jahrhundert

Datum
Mittwoch, 23.09.2020
19:30 Uhr
Ort
Kreismusem Zons
Ticketinfo

23 € Ermäßigt: 18 €

zzgl. VVK-Gebühr

inkl. After-Work-Empfang

Felix Mendelssohn Bartholdy
Hebriden-Ouvertüre
in der Fassung für Klavier vierhändig
Ein Sommernachtstraum - Intermezzo & Ein Tanz von Rüpeln
in der Fassung für Klavier vierhändig
Lieder auf Texte von Heinrich Heine
neue Liebe, Gruß, Auf Flügeln des Gesanges, Morgengruß
Seid uns gnädig holde Götter
Chor aus dem Oratorium "Paulus" in einer Fassung für Soli und Klavier vierhändig
Lieder ohne Worte op. 62
Nr. 2 Allegro con fuoco
Nr. 4 Allegro con anima
Lied ohne Worte op. 67
Nr. 1 Andante cantabile
Frédéric Chopin
Klaviersonate h-Moll op. 58
1. Satz - Allegro maestoso
Johannes Brahms
Liebeslieder-Walzer op. 52
Auszüge
Kerstin Dietl
Magdalena Hinz
Andreas Post
Carsten Krüger
Danae & Kiveli Dörken, Klavier
Tickets sind ab dem 2.6. telefonisch unter 0221-2801 bei KoelnTicket erhältlich. Hier können Sie Tickets für die Veranstaltung online bestellen.

Ab 18:30 After-Work-Empfang im Gewölbekeller des Kreismuseum.

Zwischen dem Ende der Napoleonischen Kriege 1815 und den 1848er-Revolutionen entsteht eine glanzvolle Epoche mit rasant boomender Kultur. Sie blüht nicht nur in den bürgerlichen Salons, wo alle von Literatur, Kunst, Musik und Wissenschaft schwärmen. Überall ist damals Kultur populär. Stiefelputzer und Dienstmädchen lesen Romane und Gedichte. Handwerker reden über Schönheitssinn und Friseure über guten Geschmack. Kindermädchen lesen Goethe, E.T.A. Hoffmann und Heine. Wer es sich leisten kann, geht in Theater, Oper oder Konzert. Die Kultur-Euphorie lässt erst nach, als Industrie, Kapitalismus und Eisenbahn Fahrt aufnehmen.

der hatte meine vierhändigen Hebriden! schreibt Mendelssohn, nachdem er 1833 bei dem Textilfabrikanten Kyllmann die druckfrischen Noten seiner Hebriden-Ouverture vorfindet und sie gleich mit dem Gastgeber spielt. 1829 hatte er die Hebriden bereist und eigene Zeichnungen mitgebracht, die die Landschaft so beeindruckend schauerlich-romantisch wiedergeben wie die Töne seiner Ouverture.

Der Mitbegründer der Niederrheinischen Musikfeste, Otto von Woringen, notiert nach einer Musiksoirée in seinem Hause: Alles was Felix in dieser Zeit componierte, seine Lieder ohne Worte, seine Heine-Lieder, einzelne Stücke aus dem Paulus brachte er hier zum Gehör. Über 400 Personen führen den Paulus 1836 in der Tonhalle Düsseldorf auf, erzählen Kindern und Kindeskindern von dem dramatischen Oratorium und musizieren Stücke daraus mit Klavierbegleitung.

Auch Chopin ist damals Gast in rheinischen Häusern. Ferdinand Hiller, der bestens vernetzte Leiter des Gürzenich-Orchesters wie des Konservatoriums, bringt ihn aus Paris mit und lässt den noch unbekannten 23-jährigen brillieren: der hatte kaum einige Tacte gespielt, als alle Anwesenden wie verwandelt auf ihn hinschauten – so etwas hatte man nie gehört. Verzückt verlangte man mehr und immer mehr.

Als Robert Schumann – wie Heine Ehrendoktor der Bonner Universität – 1850 in Düsseldorf Nachfolger von Hiller wird, lädt auch er zu Salon-Musik ein. 1853 kommt Brahms zu Besuch und hat eigene Kompositionen dabei. Schumann meint, er könne ihm die Sachen doch gleich vorspielen und beteuert nach wenigen Takten: dazu muß ich meine Frau rufen! Clara kommt dazu. Der geniale junge Morgenbesucher bleibt vier Wochen, seine Musik bis heute.

Alle Werke unseres Programms erklingen damals in rheinischen Salons. Gemeinsam mit Currenta laden wir nicht nur wie anno dazumal zu Musik, sondern auch zu Unterhaltungen bei Speisen und Getränken ein.

 


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