Eröffnungskonzert
H-MOLLMESSE

Datum
Freitag, 20.09.2019
20:00 Uhr
Ort
Klosterbasilika Knechtsteden
Ticketinfo

45/39/32/25/15* €

Ermäßigt: 38/31/25/19/10* €

zzgl. VVK-Gebühr

*mit eingeschränkter Sicht

Johann Sebastian Bach
H-Moll Messe
für Soli, Chor und Orchester, BWV 232
Veronika Winter
Verena Gropper
Margot Oitzinger
Tobias Hunger
Felix Schwandtke
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max


Zusätzliche Tickets für die Westapsis können Sie per Mail unter tickets@knechtsteden.com für die Abendkasse reservieren. Dies gilt so lange Tickets vorrätig sind.
Tickets sind telefonisch unter 0221-2801 bei KoelnTicket erhältlich.
Hier können Sie Tickets für die Veranstaltung online bestellen.

19 Uhr Einführungsgespräch in der Klosterbibliothek
Dr. Bernhard Schrammek, Hermann Max, Dr. Christoph Vratz
Bernd Heyder Moderation

Die Theile und Vortheile, welche die Ausarbeitung eines musikalischen Stücks mit der Rednerkunst gemein hat, kennet er so vollkommen, daß man ihn nicht nur mit einem ersättigenden Vergnügen höret, wenn er seine gründlichen Unterredungen auf die Uebereinstimmung beyder lenket; sondern man bewundert auch die geschickte Anwendung derselben in seinen Arbeiten schreibt um 1735 der Leipziger Rhetorik-Professor Birnbaum über Bach und ermutigt dazu, Bachs h-Moll-Messe wie eine kunstvolle Klangrede zu verstehen, nämlich über die Auseinandersetzung der Menschen mit Fragen nach Göttlichem.

Sänger und Instrumentalisten der Zeit erlernen in der Schule Redekunst. Sie können gar nicht anders, als aus dem Meer von Vokalen, Konsonanten, Melodiebögen und geschärften Harmonien die Mess-Texte wie neue spannende Geschichten vorzutragen. Vor allem dann, wenn es wie in Bachs Fall gelingt, den Mess-Text mit neuen Ohren hören zu lassen, weil er Einzelworte und ganze Sätze so hervorhebt, dass sich überraschend neuartiges Verständnis einstellt – nicht zuletzt aufgrund der italienischen Forderung um 1600, Sprache als Herrscherin, nicht als Dienerin in der Musik zu behandeln. Nicht nur Bach, ganz Europa ist begeistert, die schauspielerische Kraft der Sprache nutzen zu sollen. Die Kirchenväter sind glücklich, weil sie sich Gewinn für den Glauben versprechen. Publikum und Musiker lieben es, wenn aus dem Vollen geschöpft wird, um alle Sinne mit prachtvoll gesungener Sprache zu erfreuen.

Konzert ohne Pause. Veranstaltungsende ca. 22:00 Uhr.


Mit freundlicher Unterstützung

Werkstattgespräch zur h-Moll Messe

Donnerstag, 19. September 2019, 15 Uhr, Kulturhalle Dormagen

Alle Proben sind öffentlich, weil wir unseren Hörern aus der Werkstatt-Perspektive Einblick in die h-Moll-Messe geben möchten. Als 1819 der Erstdruck erscheint, spricht der Herausgeber Nägeli vom größten Kunstwerk aller Zeiten. Mit diesen starken Worten wurde zurecht auf ihre Bedeutung hingewiesen, die 2015 die UNESCO bewog, Bachs Handschrift ins Weltdokumentenerbe aufzunehmen. Im kostenlosen Werkstattgespräch mit Dr. Bernhard Schrammek (Berlin), Prof. Dr. Karl Böhmer (Mainz) und Dr. Christoph Vratz (Köln, Moderation) möchten wir Fragen von Zuhörern und Ausführenden behandeln, die sich aus der Probenarbeit ergeben haben.

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