Eröffnungskonzert
Beethoven&Ries

Datum
Freitag, 18.09.2020
20:00 Uhr
Ort
Klosterbasilika Knechtsteden
Ticketinfo

45/39/32/25/15* €

Ermäßigt: 38/31/25/19/10* €

zzgl. VVK-Gebühr

*mit eingeschränkter Sicht

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68
Pastorale
Ferdinand Ries
Oratorium "Die Könige in Israel"
Ausschnitte
Violinkonzert e-Moll op. 24
Florian Donderer, Violine
Rheinische Kantorei
ensemble reflektor
Thomas Klug, Leitung
Tickets sind ab 2.6. telefonisch unter 0221-2801 bei KoelnTicket erhältlich. Hier können Sie Tickets für alle Veranstaltungen online bestellen.

19 Uhr – Einführungsgespräch in der Klosterbibliothek

Wir eröffnen unsere Konzertreihe in diesem Jahr mit Werken von Ferdinand Ries und Beethovens 6. Sinfonie, der Pastorale. 1806 ist sie als begeisterndes Klangporträt der Natur fertig und damals aktuell wie heute. Heute ist die Natur bedroht, damals beglückt sie nicht nur in privaten Gärten, sondern auch im großen öffentlichen Park der gesamten Natur dieser Welt, die Beethoven als von Mensch und Tier bevölkert sinfonisch beschreibt. Zur menschlichen Natur gehört auch die Liebe zur Musik, die um 1800 viele Liebhaber-Orchester entstehen lässt. Allerdings wird deren Freude am gemeinsamen Musizieren schon mal durch falsche Einsätze getrübt. Damit zwinkert Beethoven musikalisch mit den Augen.

Die Werke von Ferdinand Ries zeigen gehörig, dass er Beethovens talentiertester Schüler ist, der sich bis zu dessen Tod liebevoll um seinen Lehrer bemüht und ihn als Gast nach England holen will, wo Ries 12 Jahre Triumphe feiert. Beethoven sagt die Reise in letzter Minute ab, weil er sich ihr als Gehörloser nicht gewachsen fühlt.

Ferdinand ist lange vergessen. Erst vor gut zwanzig Jahren rücken seine Werke begeisternd in den Blick. Er ist bienenfleißig und kann 1828 seinem Bruder anvertrauen, er habe alle musikalischen Esel und Pferde bestiegen. Bei 150 gedruckten (!) Werken ein treffender Vergleich! Mehrfach erhält er Aufträge für die Niederrheinischen Musikfeste, für die er 1837 das Oratorium Die Könige in Israel komponiert und in Aachen dirigiert. Das düster-gruselige Opus ist höchst erfolgreich und bekommt nach fast jedem Satz Szenenapplaus. An Louis Spohr schreibt er: Es hat beim letzten Musikfest außerordentlich Effekt gemacht und gefallen.

Franz Anton Ries, der einst als Wunderkind in Bonn verehrte Vater Ferdinands, ist daselbst 1774 neunzehnjährig Violinist und 1791 Direktor der kurfürstlichen Musik. Er uraufführt 1810 das Violinkonzert seines bereits 1838 verstorbenen Sohnes, den er – steinalt – um zehn Jahre überlebt.

Florian Donderer – Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen – ist als Solist des Konzerts mit der Musik von Ries und Beethoven bestens vertraut. Mit dem von seinem Bremer Kollegen Thomas Klug geleiteten Ensemble reflektor hat er ideale Begleiter.


Mit freundlicher Unterstützung

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