BeethovensMusikwelt
EinPasticcio

Datum
Dienstag, 22.09.2020
20:00 Uhr
Ort
Klosterbasilika Knechtsteden
Ticketinfo

29/23/10* €

Ermäßigt: 23/17/8* €

zzgl. VVK-Gebühr

*mit eingeschränkter Sicht

Johann Sebastian Bach
Kyrie
aus Messe in A-Dur, BWV 234
Crucifixus
aus Messe in h-Moll, BWV 232
Fuga 22 à 5 in b-Moll
aus Das Wohltemperierte Clavier 1, BWV 867
Fuga 22 à 5 in b-Moll
in Beethovens Streichquartett-Fassung
Carl Philipp Emanuel Bach
Sonate III - Allegro Moderato
aus Zweite Fortsetzung von sechs Sonaten fürs Klavier 1763
Johann Philipp Kirnberger
Erbarm dich unser Gott
Auszüge
Johann Ries
Agnus Dei & Dona nobis pacem
aus Missa Sancti Huberti
Alma Redemptoris mater
für Sopran, zwei Trompeten, Streicher und Basso continuo
Andrea Luchesi
O Oriens
aus O-Antiphonen für Soli, Chor, Flöten, Hörner, Fagott, Streicher und Basso continuo
Ferdinand Ries
An die Erwählte
Verschiedene Empfindungen an einem Orte
aus Lieder von Goethe mit Begleitung des Pianoforte op. 32
Klavier-Quintett op. 74
3. Satz Rondo: Allegro
Christian Gottlob Neefe
Serenata "Der Regen strömt, der Sturm ist erwacht"
aus Sieben Serenaten auf Texte von August Gottlieb Meißner
Joseph Haydn
Englische Lieder und Kanzonetten
Die Seejungfer
Rückerinnerung
Ludwig van Beethoven
Rondo in C-Dur op. 51.1
Wolfgang Amadeus Mozart oder Andrea Luchesi?
Symphonie D-Dur KV 97
Allegro, Andante, Menuett
Antonio Salieri
Salve Regina
für vier Stimmen und Orgel
Johann Nepomuk Hummel
Verblendet war des Königs Sinn
Ich schwebe auf des Todes Fittich (Würg‘engel)
Accompagnato-Rezitativ und Arie mit Chor aus dem Oratorium "Der Durchzug durchs Rote Meer"
Ludwig van Beethoven
Ars longa, vita brevis
Kanon für zwei Stimmen
Agnus Dei
aus Messe in C-Dur op. 86
Tobias Koch - Hammerklavier
Kerstin Dietl
Magdalena Hinz
Andreas Post
Carsten Krüger
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max

Dr. Julia Ronge - Gesprächspartnerin
NN - Moderation
Tickets sind telefonisch unter 0221-2801 bei KoelnTicket erhältlich.
Hier können Sie Tickets für die Veranstaltung online bestellen.

Kleider machen Leute. Gottfried Kellers Novelle fällt einem bei Beethoven schnell ein. Als 2. Hoforganist der Bonner Hofkappelle trägt der Fünfzehnjährige sehr schicke Dienstkleidung: Grünen Frackrock, Hos aus weißer und schwarzer Seide, geblümte West aus Seide und Gold mit ächter Goldkordel umsetzt, Schuhe mit Lasche, unterm linken Arm sein Dägen mit einer Silberne Koppel. Dazu frisirt mit Locken und Hahrzopp, Klackhud. Nur Generals-Personen, Ambassadeurs und auswärtige Fürsten haben mehr Privilegien und Zugang zu Räumlichkeiten des Schlosses als er, der als Kenner wie Verächter höfischer Etikette zwar kein säbelrasselnder Jüngling ist, aber ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt. Das schürt seinen Bildungshunger. Vielleicht wegen seiner kurzen und mangelhaften Schulbildung schreibt er sich 1788 als Student der Philosophie an der Bonner Universität ein und besitzt bald eine eigene Bibliothek, in der alle Wissensgebiete vertreten sind.

Wie Bach äußert er sich nicht selbst schriftstellerisch über Musik, doch wissen wir durch seine Bücher, was ihn interessiert und prägt. Die musiktheoretischen Schriften seiner Sammlung zeigen ihm, wie andere Komponisten arbeiten: …ohne auch im mindesten Anspruch auf eigentliche Gelehrsamkeit zu machen, habe ich mich doch bestrebt von Kindheit an, den Sinn der bessern und weisen jedes Zeitalters zu fassen, schande für einen Künstler, der es nicht für schuldigkeit hält, es hierin weit zu bringen. Alles will er über frühere Komponisten und ihre Werke wissen. Vor allem fasziniert ihn Bach, der nur 20 Jahre vor seiner Geburt stirbt. Dessen Werke stehen im Kompositionsunterricht von Gottlob Neefe stets auf der Tagesordnung. Auf dem Klavier steht immer das Wohltemperierte Clavier. Später will er seine Missa solemnis erst nach genauer Kenntnis der h-Moll-Messe Bachs abschließen.

Die Musik-Welt ist in seiner Jugend die italienisch geprägte, die er durch Werke des Bonner Hofkapellmeisters Andrea Luchesi kennt, weil er sie in den Gottesdiensten orgelnd begleitet. Zudem kommen in unserem Beethovens-Musikwelt-Pasticcio Komponisten zu Wort, die lange vor ihm Rang und Namen haben: Haydn, Salieri, Hummel, Mozart und Ries. Werke von CPE Bach, Kirnberger und Mattheson findet er in deren Lehrbüchern, die in seiner Bibliothek stehen. Vieles davon führen wir wie in einem filmartigen Zeitraffer auf.

Das Konzert findet in drei Teilen mit Pausen statt. Ende gegen 22:30.

Der Konzertmitschnitt wird am 29.09. um 20:04 Uhr im WDR3 Konzert gesendet und als Videostream auf www.wdr3.de ausgestrahlt.


Mit freundlicher Unterstützung

Aufzeichnung durch

Beethoven.Lab

Das Beethoven.Lab vermittelt mit Textbeiträgen, Bilddokumenten und Audiofiles musik- und kulturhistorisches Wissen über das Phänomen Beethoven und lädt seit dem 1. April 2020 zum Besuch ein. Nach dem Konzert im September werden Teile aus dem WDR-Mitschnitt in den Erzählstrang eingefügt. So entsteht aus einer konzertanten Momentaufnahme ein dauerhaftes, digitales Vermittlungsprojekt.

Die neue FestivalApp

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Die Anmeldung ist ab dem 01.09.2020 an dieser Stelle kostenlos möglich.

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